Vergiss Mejn Nicht-Mitglied bei Podiumsdiskussion

Unser Mitglied Felix Weiß berichtet über seine Teilnahme an einer Tagung in Bad Kissingen

Auf Einladung von Frau Dr. Maria Werthan, Präsidentin des Frauenverbandes im Bund der Vertriebenen, nahm ich als Vertreter der Arbeitsgruppe Vergiss Mejn Nicht an der Frühjahrstagung des Verbandes vom 03.- 04.04. im Heiligenhof Bad Kissingen teil.

Dem Oberthema „Sudetendeutsche und Tschechen – gestern, heute und morgen“ näherte man sich durch ein vielfältiges Programm. So gab es neben Vorträgen von Zeitzeuginnen, die über ihre Arbeit in den Heimatorten berichteten, auch diverse Filmvorführungen, die sich dem Themenkomplex Flucht und Vertreibung aus unterschiedlichen Perspektiven widmeten. Im Speziellen handelte es sich dabei um die Dokumentarfilme „Im Einen Alles, im All nur Eines“ und „Tiefe Kontraste“ der Prager Regisseurin Dr. Lenka Ovčáčková. Beide Filme beleuchten die Geschichte von Orten im Sudetenland im Zuge der Vertreibung anhand von Zeitzeugengesprächen. Überdies wurde der Film „Supernova“ von Louisa Diederichs und Justus Haufe gezeigt, der sich im Gespräch mit jungen Menschen der Frage „Was ist Heimat?“ widmet. Die Anwesenheit der Regisseure ermöglichte lebhafte und teilweise auch emotionale Diskussionen im Plenum.

Der Sonntag stand im Zeichen der Arbeit grenzüberschreitender Organisationen. Unter anderem hielt Herr Albrecht Schläger einen Vortrag über die Arbeit der Seliger-Gemeinde und des Deutsch- Tschechischen Zukunftsfonds. Im Anschluss bekam ich die Gelegenheit, im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Arbeit des Deutsch-tschechischen Jugendforums im Allgemeinen und der AG Vergiss Mejn Nicht im Besonderen vorzustellen. Da wir als Gruppe nach wie vor auf der Suche nach Zeitzeugen sind, die bereit sind, ihre Geschichte und Erfahrungen für unseren Kalender zur Verfügung zu stellen, bot dies eine wertvolle Gelegenheit zur Kontaktaufnahme.

Nach zwei schnell verflogenen Tagen verließ ich Bad Kissingen, um ein Vielfaches an Informationen und Kontakten reicher, aber auch sensibilisiert für die Emotionalität, die dem Thema Flucht und Vertreibung innewohnt und in unserer Arbeit berücksichtigt werden muss.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.