„Na kole, ne fárem“ 1. AG Treffen in Leipzig

Gegen Freitagabend waren wir alle zusammen – Pája, Lara, Bianca und ich, Hung, saßen alle zusammen am Küchentisch und freuten uns auf ein produktives Wochenende. Die erste gemeinsame Aktivität war das Kochen bzw. Essen, es gab Nudeln mit Tomatensoße. Müde von der (teils langen) Hinreise, ließen wir unseren ersten Abend entspannt ausklingen.

Am nächsten Morgen frühstückten wir gemeinsam gegen 10 Uhr, da uns um 11 Uhr Lu, unsere Referentin von educat e.V., erwartete. Wir erhielten von ihr viel wertvollen Input für unsere Tourplanung, die wir dankbar entgegennahmen. Eine Fahrradtour im deutsch-tschechischen Grenzgebiet ist einer unserer Projektziele.

Nach dem lehrreichen Workshop bekamen wir Hunger und entschlossen uns einen Bagelstore aufzusuchen. Dabei erkundeten wir kurz die Leipziger Altstadt und sahen dabei Highlights wie die Thomaskirche, wo Johann Sebastian Bach und der weltberühmte Thomanerchor wirkte bzw. wirkt, und Auerbachs Keller, einer der Handlungsorte von Goethes „Faust“.

Satt und zufrieden gingen wir zurück in unsere Unterkunft, wo bereits Iva, unsere Mentorin, auf uns wartete. Mit ihr arbeiteten wir produktiv und intensiv an unserer weiteren Projektplanung. Insbesondere eine konkrete Zielsetzung und einen konkreten Zeitplan standen auf der Agenda.

Mit Einbruch der Dunkelheit bekamen wir Besuch von Enrico – ein Kollege aus der Brettspiel-Arbeitsgruppe. Er führte uns nochmal durch die Innenstadt von Leipzig, wo wir Zutaten für unser Abendessen (Pizza) einkauften. Zurück in unserer Unterkunft belegten wir unsere Pizzen, begleitet von englischer, deutscher und tschechischer Musik.

Gesättigt spielten wir zusammen Codenames – ein spannendes Duell zwischen dem roten „KGB“ und der blauen „CIA“. Es war ein stetes Kopf-an-Kopf-Rennen, welches wir mit einem neuen Spiel unterbrachen. Beim neuen Spiel errieten wir jeweils verschiedene Songs, wobei jede*r Einzelne*r von uns Lieder aussuchen durfte. Dabei fanden wir heraus, dass wir alle sehr unterschiedliche Musikgeschmäcker haben – so spielte Pája uns viele Rocksongs vor, wohingegen ich eher Klassiker aus den 1980er und 2010er Jahren bevorzugte, Lara wiederum eher unbekanntere (Indie-)Rock-Songs und Bianca viele bekannte Songs von den 1980er bis zu den 2000er Jahre, wovon die meisten von uns aber weder Titel noch Interpreten sagen konnten. Jedoch hatten wir alle Schwierigkeiten, konkrete Titel und Interpreten zu nennen, weswegen sich manche Runden länger zogen als gedacht. Dennoch hatten wir alle viel Spaß miteinander und blieben bis tief in die Nacht wach. Enrico, Lara und ich konnten uns nach dem Spieleabend noch auf ein (alkoholfreies!) Bier aufrappeln, welches wir in einer riesigen Bar genossen.

Am nächsten Morgen musste Bianca bereits früh aufbrechen, während Lara, Pája und ich noch Zeit hatten Leipzig weiter zu erkunden. Während Lara das Bach-Museum besuchte, besuchten Pája und ich das Zeitgeschichtliche Forum am Leipziger Markt, welches sich insbesondere mit der DDR-Vergangenheit und der damit verbundenen deutsch-deutschen Teilung beschäftigt. Viel Zeit für das Museum blieb nicht, da Enrico bereits mit einer erweiterten Stadttour auf uns wartete. Mit ihm gingen wir über den Johannapark bis zur Sachsenbrücke im Clara-Zetkin-Park, einem beliebten Treffpunkt für Leipziger im Sommer. Obwohl zu unserem Zeitpunkt schönstes Novemberwetter herrschte (also grauer Himmel mit frischen Temperaturen), genossen wir die Aussicht über das Elsterflutbett. Inzwischen war es schon Nachmittag und wir hatten Hunger – bei einem Spaziergang durch das Musikviertel, kehrten wir in einem vietnamesischen Restaurant ein, wo wir Pho (vietnamesische Nudelsuppe), Süßkartoffeln und Bun Bo Nam Bo (vietnamesischer Salat mit Rindfleisch) verspeisten. Direkt danach begleiteten Enrico und ich, Lara und Pája zum Hauptbahnhof, wo wir sie dann verabschiedeten. Die Zeit bis zum Abend vertrieb ich mir mit einer alten Couchsurfing-Freundin, indem wir lange bei Kaffee (bzw. heißer Schokolade) und Kuchen quatschten und lachten. Gegen 18 Uhr stieg ich in den ICE nach München und blickte müde, aber voller Zuversicht, auf ein schönes Wochenende zurück.

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