Drittes Plenartreffen an der deutsch-tschechischen Grenze

Ein Jahr ist bereits vergangen und damit befindet sich die zehnte Amtszeit des Deutsch-tschechischen Jugendforums bereits in seiner zweiten Hälfte. Zum Oberthema des dritten Plenartreffens “Grenzen” passte auch der Veranstaltungsort im oberpfälzischen Waldmünchen unweit der tschechischen Grenze. Hier näherten wir uns dem Thema aus einer deutsch-tschechischen Perspektive an und gingen auf verschiedene Aspekte wie Nachhaltigkeit, Zusammenarbeit und Bildung ein.

Höhepunkt des Treffens war das sogenannte World Café, im Rahmen dessen Vertreter von sieben Organisationen, die in der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit aktiv sind, ihre Tätigkeiten vorstellten. So diskutierten wir unter anderem mit Rudolf Stadler vom Gemeinsamen Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit und mit dem stellvertretenden Bürgermeister Waldmünchens, Martin Frank, der über die Städtepartnerschaft mit dem tschechischen Klenčí pod Čerchovem sprach.

Außerdem stellten das Centrum Bavaria Bohemia, der Verein Knoflík und das Zentrum Euregio Bayerischer Wald-Böhmerwald ihre Tätigkeiten vor. Auch das Bayerische Rote Kreuz war vertreten. Dass ein deutscher Patient, der in Tschechien verunglückt ist und nun nach Deutschland möchte, an der Grenze vom tschechischen in den deutschen Rettungswagen umgeladen werden muss, war für die meisten von uns sehr überraschend. Der Leiter der Jugendbildungsstätte Waldmünchen, die unser Plenartreffen beherbergte, Alois Nock, machte deutlich, wie wichtig deutsch-tschechischer Jugendaustausch über Sprachbarrieren hinweg ist. Martin Frank betonte, wie wichtig tschechische Fachkräfte für die Betriebe in der Region sind, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Ein weiterer Programmpunkt wurde von Klára Salzmann von der Prager Technischen Universität ČVUT geleitet und widmete sich der Wiederbelebung der deutsch-tschechischen Grenzlandschaft. Im Rahmen des Workshops war es auch eine Aufgabe, Verbesserungsvorschläge zu konzipieren, die an beide Regierungen gerichtet werden könnten.

   

Tanja Schedlbauer und Matthias Wiedemann leiteten einen Workshop zum Thema Nachhaltigkeit. Teil der Veranstaltung war auch die Besichtigung des Waldmünchner Energieparks, wo wir einiges Spannendes über alternative Energiequellen erfahren konnten. Unter anderem konnte hier ein Fahrrad ausprobiert werden, das, wenn jemand fleißig strampelte, einen Haartrockner antrieb.

In Waldmünchen wurde sich auch auf ein Oberthema für die elfte Amtszeit geeinigt. Der Veranstaltungsort war offenbar inspirierend: Die kommende Generation des Jugendforums wird sich ab dem Spätsommer 2019 mit dem Thema “Meine, deine, unsere Grenze(n)” beschäftigen. Der Rest des Programms war vor allem der Arbeit in den Arbeitsgruppen gewidmet. Hier konnten alle Arbeitsgruppen noch einmal intensiv ihre Projekte voran bringen. Die Ergebnisse werden im kommenden März bei der Abschlusspräsentation in Tschechien vorgestellt.

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