Der Kalender der Arbeitsgruppe Vergiss Mejn Nicht

Lieber Leser*innen,

der Kalender ist das Ergebnis unserer mehr als einjährigen Arbeit als Gruppe „Vergiss Mejn Nicht“ im Rahmen des Deutsch-tschechischen Jugendforums. Mit dem Kalender werden unsere Gespräche und Begegnungen mit elf einzigartigen und spannenden Menschen zum Thema Flucht und Migration greifbar und lassen über ein Foto eines persönlichen Gegenstands und Zitate aus dem Interview einen Blick in das Leben dieser Menschen zu.

Unserer AG, bestehend aus Anežka, Felix, Vlasta, Lucie und Katharina aus Tschechien und Deutschland war und ist es ein großes Anliegen, dass die Lebenswege, das Leid und die Hoffnungen von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung, die im 20. Jahrhundert wie heute viele Biografien prägen, nicht vergessen werden. Wir waren neugierig auf ihre Geschichten und das, worin sich die Erlebnisse verschiedener Generationen gleichen und unterscheiden. Dafür haben wir eine Art Fragenkatalog entwickelt, um über die Orte Heimat und Fremde, Flucht und Migration, das Ankommen am neuen Ort, aber auch die persönlichen Zukunftspläne zu sprechen – eine Frage lautete etwa: „Fühlst Du dich hier zu Hause?“. Der jeweilige Gegenstand und seine Bedeutung für die Person geben noch einmal zusätzlich Raum, Erlebtes auszudrücken und die Beziehung zum Geburtsland zu beschreiben und greifbar zu machen. Wir laden Euch und Sie herzlich ein, monatlich auf vergissmejnnicht.dtjf.de das jeweilige Interview des Monats in voller Länge zu lesen und mehr über die porträtierte Person zu erfahren.

Unsere Gesprächspartner*innen haben wir im Familienkreis, über Bekannte und über Organisationen wie die Ackermann Gemeinde gefunden. Wir möchten uns herzlich bei Ihnen bedanken, dass Sie bereit waren, Ihre Geschichten stellvertretend für all die vergessenen Schicksale nicht nur uns, sondern auch den Leser*innen des Kalenders in Deutschland wie Tschechien zu erzählen. Wir haben durch dieses Projekt gelernt zuzuhören, Verbindungen zwischen Ihrem Erlebten und der Vergangenheit und Gegenwart zu knüpfen und vor allem eine klare Position gegen Krieg und Zerstörung zu beziehen und sind dafür sehr dankbar.

Wir freuen uns nun Sie und Euch durch das Jahr 2019/20 begleiten zu dürfen!

 

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