Der Beginn des Dialogs

Unser Dialog begann am 17.11. in Berlin. Unsere Unterkunft für die drei Tage hatte aber einen ganz anderen Berlin-Flair, als das mancher vielleicht vorher erwartet hatte. Nach einer Stunde in Bus und S-Bahn standen wir vor einem kleinen Fluss, einem kleinen Teich und einem idyllischen, abgelegenen Ort für das AG-Treffen.

Unsere Mentorin Šárka war uns bereits zu Beginn des AG-Treffens eine riesige Hilfe. Denn zunächst galt es, darüber zu diskutieren, wie unser Projekt konkret aussehen soll – welches Ziel verfolgen wir, wie können wir das erreichen und soll am Ende ein Produkt oder eine Begegnung stehen? Nach vielen Gedanken, Vor- und Nachteilen verschiedenster Ideen, moderiert und begleitet von Šárka stand die konkrete Projektidee fest.

Wir haben uns für das Thema „Freiheit“ entschieden, das wir aus verschiedenen Aspekten der Vergangenheit und Zukunft beleuchten möchten, indem wir Interviews mit Bewohnern von zwei deutsch-tschechischen Partnerstädten durchführen, bei denen wir die junge Generation vertreten. Unsere Interviewpartner werden von uns den Auftrag erhalten, einen Gegenstand mitzubringen, der für sie Freiheit symbolisiert. Anhand dessen wollen wir verschiedene Unterthemen von Freiheit, beispielsweise Reisefreiheit, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit je nach persönlichem Hintergrund der Interviewpartner („Zeitzeugen“) besprechen und verschiedene Perspektiven kennenlernen. Davon erhoffen wir uns ein möglichst lebendiges Erinnern, das andere Geschichten und Emotionen generiert, als bloßes Erzählen.

Unser frisch geschlüpfter Plan wurde direkt mit einer Expertin konfrontiert, Frau Moll von der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung. Sie stellte uns die Stiftung vor, vom Tätigkeitsbereich der Zeitzeugenarbeit bis zur jetzigen Planung der Dauerausstellung. Besonders anregend war eine Diskussions- und Brainstorming-Runde, in der sie sich mit unserem Thema identifizierte, und auch uns Fragen stellte: Was bedeutet Freiheit eigentlich für uns? Wie hängen Freiheit und Ideologie zusammen? Ist Freiheit mehr als individuelles Gefühl?

Es folgten am nächsten Tag die Planung für die nächsten Wochen und Monate. Zudem haben während des Wochenendes Rollen innerhalb unserer Gruppe festgelegt und uns auf eine gemeinsame Kommunikationsstrategie geeinigt.

Dialog

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